Der Film

DER PLOT

Julian weiss schon lange, dass er anders ist. Dass er genderfluid ist, hat er bisher niemandem gesagt. Zu gross ist die Angst und die Scham vor den Reaktionen seines Umfelds. 

Motiviert beginnt er bei der Schweizer Armee seine obligatorische Dienstpflicht. Als er seine Mitstreiter kennen- und Alexandra lieben lernt und sein Geheimnis dabei unfreiwillig zu Tage tritt, wird seine Identität und Zugehörigkeit zur Rekrutengruppe auf eine harte Probe gestellt.

 

Julian erfährt durch das unfreiwillige Outing, wie es ist, auf Abweisung zu stossen für etwas, worauf er keinen Einfluss hat. Er erfährt ebenfalls, wie hart und schnell das Urteil über Minderheiten gefällt werden kann. Gerade durch diese schmerzhaften Erfahrungen darf er aber auch fühlen, wie es ist, als Mensch bedingungslos akzeptiert zu werden und in einem weiteren Schritt für sich selbst einstehen zu können.

DAS THEMA

Wie im Plot erwähnt, widmen wir uns in diesem Film dem Thema "Genderfluidität". Das bedeutet, dass sich eine Person manchmal als Mann, andere Male als Frau fühlt. Dies kann alle paar Tage, Stunden oder gar Minuten wechseln. Eine genderfluide Person passt die Pronomen je nachdem, welchem Geschlecht sie sich gerade zugehörig fühlt, an oder wählt ein festes Pronomen, als immerzu verwendbar ist. Im Englischen brauchen viele genderfluide Personen die Pronomen der dritten Person Mehrzahl "they/them", was in der Schweiz nicht so gebräuchlich ist. 

 

Dass das Wort "Genderfluidität" auf der deutschen Wikipedia Seite noch keinen Eintrag hat, mag erstaunlich wirken, ist aber nachvollziehbar: Der Begriff ist weniger bekannt, als wir zu Beginn vermutet haben. 

 

In den meisten westlichen Staaten wird diese Geschlechtsidentität rechtlich nicht anerkannt, weshalb sich die Betroffenen jeweils für das eine oder das andere Geschlecht im Pass entscheiden müssen. 

DAS ZIEL

Wir, die hinter diesem Filmprojekt stehen, haben uns in der LGBT-Community kennengelernt. Während auf unsere Community in Sachen Gleichberechtigung und Akzeptanz noch viel Arbeit wartet, denken wir doch auch, dass in den letzten Jahren schon einiges an Aufklärungsarbeit geleistet wurde, was wir an dieser Stelle dankend würdigen möchten. 

 

Wir fanden jedoch, dass das Thema "Genderfluidität" bisher noch zu wenig Beachtung erhalten hat. Deshalb wünschen wir uns, dass dieser Begriff mehr Bekanntheit erlangt, dass über das Thema mehr diskutiert und somit für genderfluide Personen mehr Verständnis entwickelt wird. Dadurch erhoffen wir uns, dass sich genderfluide Menschen in Zukunft etwas einfacher outen können, ohne dabei Angst und Scham empfinden zu müssen.

 

Im Grunde geht es uns darum, dass Menschen, unabhängig von Geschlechtsidentität und Sexualität, frei von Vorurteilen, und ohne sich verstecken zu müssen, leben können. Wir hoffen, mit diesem Film einen kleinen Beitrag zu dieser Vision beisteuern zu können.

 



NEWS


13.11.2018 Nach einigen Änderungen im Team wird der Film nun voraussichtlich im Januar 2019 fertiggestellt.