DER TANZ

DIE BESCHREIBUNG

"Die Choreografie setzt sich aus abstrakten, neutralen Bewegungen zusammen. Die Ästhetik fragt nach Raum und Zeit; wohin, von wo und mit welcher Kraft führt die Bewegung? Die Thematik der Genderfluidität wird durch den körperlichen Ausdruck und die Stimmung der Tänzerinnen verkörpert. In den Proben und in den Beobachtungen im Alltag sowie mithilfe der Selbstreflektion wurde erforscht, wann eine gleiche Bewegung männlich oder weiblich wirkt. Welche Dynamiken und Akzente sind nötig, um einer Bewegung einen Geschlechtscharakter zu geben, ohne dabei typische Geschlechterrollen zu bedienen?

 

Wir haben auf spezielle Kleidung und Schminke verzichtet, denn Genderfluidität ist eine Geschlechtsidentität, also etwas, das sich im Innern der Person abspielt. Wie sie es zum Ausdruck bringt, ob durch Kleidung, Verhalten oder etwas anderes, ist offen. Wir hoffen, dass wird aus der ungewöhnlichen Kombination von weiblichen und männlichen Faktoren auf die Geschlechterrollen aufmerksam machen können. 

 

Die Thematik der Genderfluidität mit der Arbeit in dieser Gruppe hat eine bestimmte Stimmung hinterlassen. Unser Ziel ist es, diese zu vermitteln, ohne den Anspruch zu haben, dass der Zuschauer diese Stimmung in Worte fassen kann, oder gar empfindet wie wir. Es ist für die meisten Menschen schwierig, über Genderfluidität zu sprechen. Deshalb tanzen wir diese Thematik.

 

Emotionen und Stimmungsbilder sind zu kompliziert, um sie in Worte zu fassen, deswegen entstand diese Choreografie und dazu das Video."

 

- Arlette Dellers, Co-Leiterin FLUX crew und Choreografin